"Alternative" Wassersuche

Wissenschaft und die Erfahrungskunde der Brunnensuche

Gerade als realistisch geprägter Wissenschaftler stehe ich der Rutengängerei sehr positiv gegenüber. Ich hatte viele Erlebnisse, die mir zeigten, dass sich mit den über die Jahrhunderte entstandenen Erfahrungen der Wassersuche mit Ruten die Trefferquoten beim Brunnensuchen merklich erhöhen. Es gibt Merkmale in der Natur, die auf die Untergrundbeschaffenheit hindeuten - man muss diese nur kennen. Wissenschaft und die manchmal unberechtigt behandelte Erfahrungskunde lassen sich bei genauerem Hinschauen sehr gut miteinander verbinden.
 
Mit der Erfahrungskunde zur Brunnensuche beschäftige ich mich schon seit 20 Jahren. Schon als Kind begleitete ich meinen Vater, der ein bekannter Rutengänger ist, zum Brunnensuchen. Seinen rutengängerischen Rat suchten Auftraggeber wie Städte und Gemeinden. Oft wurden diese Anfragen von den dort anwesenden Geologen angeregt. Es ging dabei um verschiedene Aufgaben: Zwei Beispiele: Im einen Fall drang bei Kanalisationsarbeiten in einem Wohngebiet Wasser in die Ausschachtung ein, und der Bau stand still – für Erkundungsmaßnahmen blieb keine Zeit. Im andern Fall erreichten Wasserversorgungsbrunnen für Industrieanlagen an ihrem gewählten Standort nicht die gewünschte Ergiebigkeit. In beiden Fällen ergab die rutengängerische Wassersuche eine nachvollziehbare Grundwassersituation und ermöglichte eine verbesserte Durchführung der Baumaßnahme und Grundwassererschließung.